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So können wir Zukunftssorgen bewältigen!

veröffentlicht am 10.05.2022 von Maria Reischauer

Jeder Tag hat seine eigene Herausforderung. Je mehr wir uns mit aktuellen Nachrichten beschäftigen, desto größer werden unsere Sorgen. Manchmal ist unsere Fantasie richtig gut darin, sich negative Dinge auszumalen.  Das Problem mit den Sorgen ist, sie helfen uns nicht weiter! 

Eine Möglichkeit, Zukunftssorgen zu bändigen ist, dass wir das im Fokus haben, was heute zu bewältigen ist und nur dort unsere Kraft und Energie investieren! Anstatt uns selbst und andere mit negativen Prognosen zu beschäftigen, mit dem, was morgen alles passieren könnte, beschäftigen wir uns doch lieber mit den Herausforderungen, auf die wir heute Einfluss haben. Anstatt darüber zu diskutieren, was die anderen machen müssten, damit es endlich besser wird, versuchen wir doch da Verantwortung zu übernehmen, wo wir selbst Dinge zum Positiven bewegen können. 

Eine hilfreiche Strategie ist die positive Haltung durch Fokussierung: Fokussierung ist die Fähigkeit, seine eigenen Gedanken zu lenken. Fokussierung verändert die Wahrnehmung und das ist momentan wichtiger denn je. Stellen wir uns das mal konkret vor: Wenn ich ständig nach den neuesten Corona-Erkrankungs- und Todeszahlen suche, wächst meine persönlich wahrgenommene Bedrohung durch COVID-19 stetig weiter an. Doch das mit dem Fokussieren geht auch andersherum: Ich kann mich bewusst dafür entscheiden, meinen Fokus auf positive Aspekte, Hoffnung und Handlungsmöglichkeiten zu richten. 

Die hilfreiche „Drei-Gute-Dinge“-Übung stammt aus der positiven Psychologie. Man kann sie leicht zu Hause ausführen und sie ist sehr effektiv! 

1. Setzen Sie sich jeden Abend vor dem Schlafengehen an einen Ort, an dem Sie sich wohlfühlen.

2. Lassen Sie den Tag Revue passieren und suchen Sie nach drei Dingen oder Situationen, die gut waren. Was lief gut? Wann haben sie heute Glück empfunden und sich gut gefühlt?

3. Schreiben Sie diese drei guten Dinge auf. Notieren Sie dazu, was sie dabei empfunden haben und warum es „gut“ war. Denken Sie kurz darüber nach, wie es zu diesem positiven Moment kam und was sie selbst dazu beigetragen haben. Und schreiben Sie das auf! 

Ein kleiner Extratipp für die Selbstkritiker unter uns: Es kommt bei der Übung nicht auf große Ergebnisse an. Es können tatsächlich die kleinsten Momente am Tag sein, die ein Wohlgefühl, ein Lächeln oder Stolz ausgelöst haben.



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